Es beginnt in Gregors Klasse

Auftritt 1

Es Spielen: Gregor, Martin, Jannes, Sahra; Luisa kommt später dazu

Martin: „Guckt ihn euch an! Er ist einfach mal nur steif. Habt ihr jemals so einen gesehen? Sowas gibt’s doch gar nicht!“

Jannes: „Jo, du hast recht. Er ist einfach so ein Opfer. Komm gib mir mal ein Papier.“

Martin (gibt Jannes ein Papier aus seinem Block): „Hier, was willst damit machen?“  

Jannes: „Wirst du gleich sehn.“ (zerknüllt das Papier während er spricht und drückt es etwas fest) „So, den bekommt er jetzt erst mal an seinen Kopf“ (Wirft das geknüllte Papier in Gregors Richtung, der gerade alleine auf seinem Stuhl sitzt und trifft ihn am Kopf)

(Gregor schweigt, findet sich damit ab und holt aus seiner Schultasche sein Englischbuch für die nächste Stunde heraus, Martin und Jannes lachen)

Martin: „Ja, man du bist es! Wie er einfach mal gar nichts macht und jetzt puhlt er irgendetwas aus seiner Grundschultasche raus. So ein Typ!“

Sahra: „Och Jungs! Kommt schon, er hat doch gar nichts gemacht! Warum macht ihr immer sowas? Guckt ihn mal an… Er ist am verzweifeln!“

Jannes: „Ach, der kann das ab. Sowas hilft ihm nur. Siehst du, er sitzt wieder nur rum, das bedeutet er ist in Ordnung.“

Sahra: „Nein, er ist nicht in Ordnung und nein, es hilft ihm nicht! Wie soll ihm denn so ein Scheiß helfen? (Jannes will gerade darauf antworten) Halt deine Klappe du Idiot! Vergesst es…“

(Sahra nimmt ihre Tasche und geht aus der Klasse.)

Martin: „Wow, die zickt aber heute ganz schön rum, ich glaub du solltest dich bei ihr entschuldigen.“

Jannes: „Entschuldigen? Wofür denn? Dass ich ihm ein Heady (Kopfschuss)  gegeben hab? Pff, er ist selber schuld wenn er so steif ist.“  

 

 

Luisa betritt die Klasse und geht zu den beiden

Luisa: „Hey ihr beiden, was ist denn mit Sahra los? Is eben an mir vorbei gerannt und wenn ich mich nicht verguckt hab, hatte sie Tränen in den Augen.“

(Jannes scheint betroffen zu sein)

Martin: „Hm, das erklär ich dir später. Ich brauch auf jeden Fall noch Englisch. Hast du das gemacht?“

Luisa: „Man, du solltest mal lernen was alleine zu machen. Aber okay, hier…“ (Gibt Martin ihr Englisch-Helft)

Martin (grinsend): „Jaja, Ich werd bald richtig arbeiten, wirst schon sehn.“

 

Auftritt 2 (nach der Schule, sie stehen vor dem Haupteingang)

Es spielen: Jannes und Sahra, Gregor

Jannes: „Hey Sahra! Komm, bitte bleib stehen!“

Sahra: „Jaja, was willst du denn?“

Jannes: „Ich will mich bei dir entschuldigen. Tut mir leid, was heute Morgen gelaufen ist. Wird nicht wieder vorkommen. Versprochen.“

Sahra: „Hm, na okay. Auch wenn ich dir das nicht unbedingt glaube… Ich wird es wohl müssen, immerhin wollten wir ja ins Kino, stimmt‘s?“

Jannes: „Soll das ne Einladung sein? Jo, na klar“

Sahra: „Klasse, dann heute um vier?“

Jannes: „Okay, Ich freu mich drauf, sagst du mir noch welcher Film?“

Sahra: „Hm, das sag ich dir dann… „

Jannes (lächelnd) : „Na von mir aus. Wir sehn uns.“

Sahra (ebenfalls  lächelnd): „Ja, bis dann.“

(Gregor geht vorbei)

Jannes: „Hey Gregor! Warte mal einen Moment. Das heute Morgen tut mir leid.“

Gregor: „Oh, ja – also – ja, ähm – gut, okay. Ich nehme sie an. Also – ähm – deine Entschuldigung. Nicht dich oder so. Sonst würde ich dich ja siezen. (lacht schräg) Also – ähm – ja, ich muss dann los, meine Mutter – äh – der Bus wartet nicht gerne auf mich. Auf Wie – Tschüss!“

Jannes: „Tschau.“

Sahra: „Tschüss Jannes!“

Jannes: „Sag mal, magst du ihn?“

Sahra: „Naja, ich hab ihn mir von Anfang an anders vorgestellt. Da hat er ja – hm, er sagt immer noch nichts, aber am Anfang wusste ich das ja noch nicht. Ich fand ihn da ganz süß.“

Jannes: „Hm, okay… „

Sahra: „Naja, mein Bus kommt… bis um vier.“

Jannes: „Tschau, bis dann.“

 

Auftritt 3 (Silvia wartet, Gregor macht die Tür auf)

Silvia und Gregor

Gregor: „Hallo Mama!“

Silvia: „Gregor du kommst zu spät! Ich warte hier schon seit fünf Minuten! Wenn du Morgen nicht früher kommst, dann passiert was mein Freundchen!“

Gregor (langsam): „Ja Mama…“

Silvia: „Sag mal, was ist denn mit dir los? Geht es mal um das Mädchen? Du redest doch sonst nie mit denen!“

Gregor: „Ähm, doch Mama, das waren meine Freunde! Sind wirklich nett!

Silvia: „Wie kommt es, dass sie nie bei uns sind? Geschweige denn, du bei ihnen?“

Gregor: „D – das kommt, w – weil – ähm – also, die sind etwas schüchtern und so…“

Silvia: „Na das Mädchen sah aber nicht danach aus, als ob sie schüchtern wäre! Die wird doch mal Tänzerin, das sieht man doch jetzt schon!“

Gregor: „Mama! Rede nicht so über sie!“

Silvia: „Wieso denn nicht? Denkst du etwa, ich glaube dir, dass das da eine Freundin von dir ist? Ein Mädchen? Nein, wirklich. Das ist einfach nicht möglich bei dir.“

Gregor: „Ach Mama…“

Silvia: „Gut, ich habe Rech. Schade. Ach, warum habe ich nur so einen Sohn!“

Gregor: „Also langsam reicht es aber.“

Silvia: „Ach halt jetzt deine Klappe.“

Gregor: „…“